Tourismus in Archangelsk, Tourismus in der Region Archangelsk, der Russische Norden, Pomoren-Kultur
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Pomorland Tourismus in der Region Archangelsk
 
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Das traditionelle (gestickte) Ornament des Pomorlandes.
 Startseite » Traditionen des Pomorlandes

Pomoren ist eine Selbstbezeichnung (Ethnonym) der ethnischen Gemeinschaft, welche im europäischen Russischen Norden (auch «Pomorje» oder «Pomorland» genannt) lebt. Diese Selbstbezeichnung entstand im XII. Jahrhundert auf der südwestlichen Küste des Weißen Meeres und verbreitete sich im Laufe des XIV. – XVI. Jahrhunderte nach Süden und Osten von seinem Entstehungsort. Die Entstehung der Ethnie der Pomoren ist durch die Assimilation der dort ursprünglich ansässigen finnisch-ugrischen Stämme von der sog. «Tschud» mit den ersten altrussischen Kolonisten, welche aktiv das «Sawolotschje» (die altrussische Bezeichnung des Pomorlandes) besiedelten.

Im XII. – XV. Jahrhundert war das Pomorland eine Kolonie des altrussischen Fürstentums Nowgorod. Im XV. – XVII. Jahrhundert bezeichnete man als das Pomorland eine riesige Fläche auf der Küste des Weißen Meeres, des Sees Onega und in den Flussläufen der Flüsse Onega, Nord-Dwina, Mesen, Pinega, Petschora, Kama und Wjatka bis hin zum Ural-Gebirge. Zum Beginn des XVI. Jahrhunderts wurde das Pomorland an das Fürstentum Moskau angeschlossen. Im XVIII. Jahrhundert wurden die 22 Bezirke des Pomorlandes hauptsächlich von den freien (nicht leibeigenen) Bauern bevölkert, welche dem Fürsten eine Geldabgabe bezahlen mussten. Im XIX. Jahrhundert wurde auch als «der Russische Norden», «der europäische norden Russlands» etc. bezeichnet. Später verlor der Terminus «Pomorje» oder «Pomorland» seine ursprüngliche Bedeutung, die Pomoren wurden immer häufiger einfach als «Nordländer» oder «Nordbewohner» bezeichnet. Aber trotz der starken Assimilation mit anderen Völkern, vor allem mit Russen aus anderen Teilen des Landes, bewahren die Pomoren ihre ethnische Identität bis heute. Diese Tatsache kam zum Beispiel in der gesamtrussischen Volkszählung von 2002 zum Vorschein, wo viele Menschen aus dem Russischen Norden «der Pomore» als ihre ethnische Zugehörigkeit angegeben haben. Die wichtigsten Merkmale der ethnischen Zugehörigkeit der Pomoren sind die ethnische Identität, die Selbstbezeichnung «Pomoren», die historische und räumliche Zusammengehörigkeit des Pomorlandes, die kulturelle Einheit des Pomorlandes, die sprachliche (bzw. dialektale) Zugehörigkeit (die sog. «Pomorskaja goworja»), die religiöse Identität (die Pomorische russisch-orthodoxe Kirche), bestimmte ethnische Psychologie, die traditionellen wirtschaftlichen Vorstellungen und andere.

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