Startseite » Tourismus » Wallfahrt-Tourismus » Das russisch-orthodoxe Frauenkloster des hl. Johannes in Ssura
Die Siedlung Ssura ist eines der ältesten menschlichen Siedlungen an der Pinega. Man nimmt an, die legendären Stämme von Tschud lebten dort noch vor den slawischen Stämmen. Paradox ist, dass gerade dieses Land, wo vorchristliche Bräuche schon immer eine Rolle gespielt haben, und welches später, nach dem großen Schisma der orthodoxen Kirche, den aufständischen konservativen Teil der orthodoxen Geistlichen beherbergte, zwei besonders verehrte orthodoxe Heilige hervorbrachte. Das sind Sergi Malopineschski und der bis heute in ganz Russland verehrte Ioann von Kronstadt. Der letztere gründete hier das Frauenkloster des hl. Johannes, welches 1920 von der Sowjetmacht geschlossen wurde.
Dieses momentan einzige orthodoxe Frauenkloster in der Diözese Archangelsk wurde am 31. Oktober 1994 mit dem Segen des Bischof von Archangelsk und Cholmogory Panteleimon wieder eröffnet.
1998 kamen nach Ssura zwei neue Schwestern. Sie kamen hierhin aus Kasachstan und aus Moldowa. Momentan leben im Ssura-Kloster acht Nonnen. Sie leben nach der alten Klosterregel, nach welcher sie jeden Tag bestimmte Gebete entrichten müssen. Sie führen ihren Haushalt völlig selbständig: sie sägen und spalten das Holz für die Öfen, holen das Wasser vom Brunnen, backen Abendmahlsbrot und versorgen sogar eine eigene Kuh.
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