Startseite » Tourismus » Wallfahrt-Tourismus » Das Männerkloster des hl. Artemij in Werkola
Im XVII. Jahrhundert wurde in Werkola das Männerkloster zu Ehren des hl. Artemij gegründet. Das genaue Datum der Klostergründung ist unbekannt. Bekannt ist der Name des Gründers und des ersten Vorstehers: das war der damalige Wojwod von Kewrola und Mesen Afanassij Paschkow. Das Kloster wurde von ihm als Dank für die Fürbitte des hl. Artemij gegründet, welche zur Heilung seines Sohnes geführt haben sollten. Dies ereignete sich nach 1653. Die wundertätigen Reliquien des Heiligen waren in ganz Russland berühmt, Wundergeschichten wie die Rettung der gesamten Gegend von Pinega vor Schüttelfrost im XVI. Jahrhundert, von welchem alle umliegenden Gegenden stark geschädigt waren, wurden von Mensch zu Mensch erzählt. Dem Heiligen Artemij wurde der Schutz und die Heilung aller möglichen Krankheiten zugeschrieben. Insgesamt gibt es 80 Erzählungen von den Wundern, welche die Gebeine des Heiligen seit deren Erscheinung 1577 bis zum Ende des XVIII. Jahrhunderts bewirkt haben sollen.
Die Blütezeit des Klosters dauerte bis Mitte des XVIII. Jahrhunderts an. 1764 wurde dem Kloster der Status als administratives Zentrum der Kirche aberkannt und alle seine Ländereien wurden enteignet. In den 40er Jahren des XIX. Jahrhunderts wollte man dieses Kloster sogar komplett schließen.
Früher von dicht bevölkerten Dörfern umgeben, geriet dieses Kloster im XX. Jahrhundert in Vergessenheit, und nur der Initiative von Fjodor Abramow, des bekannten russischen Schriftstellers, welcher in Werkola geboren wurde, und seiner Frau, verdankt das Kloster seine Wiedergeburt und den Neuanfang.
Seit den frühen 90er Jahren sind Mönche und das monastische Leben in das Kloster des hl. Artemij zurückgekehrt.
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