Tourismus in Archangelsk, Tourismus in der Region Archangelsk, der Russische Norden, Pomoren-Kultur
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Beluga-Wal, das Weiße Meer.
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Die Solovetsky-Inselgruppe befindet sich im nördlichen Teil des Onega-Meerbusens des Weißen Meeres, 165 km südlich von Polarkreis. Zu der Inselgruppe gehören mehr als 100 Inseln, 6 davon sind relativ groß: Bolschoi Solovetsky, Anser, Bolschaja Muksolma, Malaja Muksolma, Bolschoj und Maly Sajatskij. Die höchsten Punkte der Inseln liegen bei 86 m (Bergspitze Werbokolski auf der Insel Anser), 74 m (Bergspitze Sekirnaja, Insel Bolschoi Solovetsky) und 64 m über dem Meeresspiegel (Berg Golgatha, Insel Anser).

Die Einzigartigkeit der Natur auf den Solovki-Inseln ist nicht nur durch die geographische Abgeschiedenheit der Inselgruppe, sondern auch durch ihr besonderes Mikroklima geprägt: der Winter auf den Inseln ist mild, der Frühling ist kälter als der Herbst und der Sommer ist relativ kühl. Die Jahreszeiten wechseln sich etwa zwei Wochen später als auf dem Festland ab. Dieses Mikroklima ist mit durch die Wirkung der Tiefs bedingt, welche durch den Norden Russlands ziehen und durch das Weiße Meer erwärmt werden.

Die Nähe der Solovki-Inseln zum Polarkreis wirkt sich auch auf die Dauer des Lichttages aus. Die längste Polarnacht im Dezember dauert ca. 22 Stunden, genauso lang ist der längste Polartag im Juli. Im Mai fängt auf den Inseln die Zeit der «weißen Nächte» an, welche bis Mitte Juli andauert.

Eigenartig ist die Eisbildung im Weißen Meer. Es friert nie vollständig zu, nur um die Inseln herum und entlang der Küste bildet sich ein ca. 6 km breiter Gürtel aus Eis. Auf der restlichen Meeresfläche bleiben auch in den kältesten Wintern kilometerbreite eisfreie Flächen mit den darin driftenden Eisschollen. Aus diesem Grund sind die Solovki-Inseln seit Jahrhunderten von November bis Mai vom Festland abgeschnitten.

Im Weißen Meer herrscht eine Artenvielfalt von ungefähr 1500 Pflanzen- und Tierarten. Unter den insgesamt 460 Pflanzenarten sind insbesondere Meeresalgen anzutreffen wie der Riementang (Laminaria Lamour), der Blasentang (Fucus) und die Ahnfeltia. Auch ca. 1000 Arten von Wirbellosen Tieren leben im Weißen Meer, wie etwa Krebstiere, Weichtiere, Stachelhäuter, Würmer, Hydrozoen, Polypen, aber auch Meeresschwämme (Spongiae Porifera), Seesterne, Seeigel, Meeresassel (Mesidotea entomon), Engelfische (Squatina), Napfschnecken (Patella), Seegurken (Holothuroidea), Seehähne (Triglidae), Seepocken (Balanidae) und Miesmuscheln (Mytilus edulis). Von den insgesamt etwa 70 Fischarten sind folgende besonders charakteristisch: der gemeine Lachs, der Hering, die Scholle, der Seehase (Cyclopterus lumpus), die europäische Navaga (Eleginus navaga), die Meerforelle (Salmo trutta trutta), der europäische Stint (Osmerus eperlanus) und der Steinbeißer (Anarhichas lupus). Auch 6 Arten von Säugetieren sind im Weißen Meer anzutreffen, darunter sind solche wie der Seehund (Phoca vitulina), die Bartrobbe (Erignathus barbatus) und der Beluga-Wal (Delphinapterus leucas) besonders interessant.

Von den insgesamt 190 Vogelarten, welche man auf den Solovki-Inseln sehen kann, hat nur die Hälfte dort auch ihre Nester, darunter die Möwe, der Watvogel (Limicolae), die Gryllteiste (Cepphus grylle), die Eiderente (Somateria), der Säger (Mergidae), Seeschwalben (Sterninae), die Stockente (Anas platyrhynchos), Seetaucher (Gaviiformes), Kampfläufer (Machetes pugnax), das Moorschneehuhn (Lagopus lagopus), die Schellente (Bucephala clangula), die echte Drossel (Turdus), der Nordfink (Fringilla montifringilla), Meisen (Parinae), Spechte (Picidae), Ammern (Emberizidae), Auerhahn (Tetrao urogallus), der Kreuzschnabel (Loxia), das Haselhuhn (Tetrastes bonasia) und die Sperbereule (Surnia ulula).

Im Schutzschatten des Waldes leben die meisten Inseltiere. Säugetiere und andere Landtiere kommen auf den Inseln generell nicht so zahlreich vor wie auf dem Festland unter denselben Breitengraden. Diejenigen Tierarten, die es auf die Solovki-Inseln geschafft haben, sind Hasen, Eichhörnchen, Mäuse, im Sommer kann man Fledermäuse sehen. Von den Reptilien ist auf den Inseln nur die Smaragdeidechse (Lacerta vivipara) anzutreffen, aber gar keine Schlangenarten.

Reiseprogramme und Exkursionen

 
«Durch die grünen und blauen Straßen von Solovki»
 
«Durch die grünen und blauen Straßen von Solovki»

Während dieser Exkursion erfahren die Inselbesucher Wissenswertes über die Denkmäler und Konstruktionen des Wasserbaus auf der Bolschoj Solovetskij Insel und machen eine Bootsdurchfahrt durch die sieben handgegrabenen Kanäle der Insel, welche sieben Binnenseen der Inseln miteinander verbinden. Mehr dazu...
«Der botanische Garten»
 
«Der botanische Garten»

Am Ende des XIX. Jahrhunderts wurde auf der Insel der Botanische Garten errichtet, in welchem viele Pflanzenarten an das nördliche Klima angepasst wurden, zum Beispiel die Apfelbaumsorte «Palassa», die Felsenbirne (Amelanchier), der ungarische Flieder (Lilac), Erbsenstrauch (Caragana arborescens), Kartoffel-Rose (Rosa rugosa) und viele andere Pflanzenarten.

Eine Busexkursion mit der Besichtigung der Denkmäler des Makarjewski-Klosters und der Bepflanzungen des Botanischen Gartens aus den Zeiten des Klosters und auch aus den GULAG-Zeiten. Mehr dazu...
«Die Seespazierfahrt zum Beluga-Kap»
 
«Die Seespazierfahrt zum Beluga-Kap»

Seit einigen Jahren gehört Beluga-Kap zu den besonders beliebten Ausflugszielen. Das Kap befindet sich 10 km nordwestlich von der Inselsiedlung, in die Richtung des Sekirny-Berges.

Beluga-Wal ist ein Säugetier, welches bis zu 8 m Länge erreicht, als Jungtier eine graue Farbe hat und mit zunehmendem Alter immer heller wird. Der Beluga-Wal hat einen riesigen kuppelförmigen Kopf, welcher, je älter das Tier, immer größer wird.

Jedes Jahr im Sommer versammeln sich diese faszinierenden Geschöpfe sehr nah am Ufer, so dass man sie aus unmittelbarer Nähe beobachten kann. Dies wird zu einer immer besser besuchten Touristenattraktion. Mehr dazu...
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