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Bezirk Cholmogory
Der Bezirk Cholmogory wurde im Juli 1929 bei der administrativen Aufteilung des früheren Gouvernements. Das Bezirkszentrum ist die Stadtsiedlung Cholmogory. Der Bezirk grenzt an die Bezirke Winogradowsky, Plessezk, Primorsky, Pinega der Region Archangelsk. Seine Gesamtfläche beträgt 17 300 qkm. Die Einwohnerzahl liegt bei 32 700 Einwohnern. Der Bezirk hat insgesamt 423 Gemeinden. Der Bezirk liegt im Flusslauf der Nord-Dwina und ihrer Nebenflüsse Jemza und Pinega und verfügt über ein verzweigtes Straßennetz mit der Gesamtlänge von 840 km.
Cholmogory
Cholmogory ist eine alte nordrussische Stadt. Seit einigen Jahrhunderten spielt sie schon die Rolle der administrativen, kulturellen und religiösen Hauptstadt des gesamten Dwinalandes. Im Mittelalter hatte Russland viele seine Außenhandelsverbindungen über Cholmogory abgewickelt.
Die Siedlung Cholmogory liegt am Ufer der Nord-Dwina, 75 km zum Südosten von Archangelsk. Die ersten Erwähnungen der Stadt in den altrussischen Chroniken werden mit 1137 datiert. Nach der Legende gab es an diesem Ort zuerst eine Siedlung der finnisch-ugrischen Stämme von Tschud und später eine Handelskolonie der Skandinaven, welche zum Handeln hierher kamen.
Die Geschichte von Cholmogory ist eng mit dem Namen Peters I. verbunden, der hier drei Mal zu Besuch gewesen ist. Das Cholmogorer Land war Geburtsort des Universalgelehrten und des Gründers der ersten russischen Universität Mikhailo Lomonossow, des Entdeckers F. Popow, welcher 1648 als Erster die Beringstraße erreicht hatte, aber auch des Bildhauers Fedot Schubin und des Dichters Nikolai Rubzow.
Seit dem XVII. Jahrhundert gingen die Aufgaben der Verwaltungshauptstadt und der Kulturhauptstadt des Russischen Nordens an Archangelsk zurück, und Cholmogory wurde ein friedliches Provinzstädtchen, welches die Atmosphäre des Nordens bis heute hütet. Jahrhundertealte Traditionen, Handwerk und die Kunst der Pomoren sind in den Kollektionen des historischen und Heimatmuseums der Cholmogory, genannt nach M. Lomonossow, repräsentiert.
Cholmogory sind als das Zentrum eines besonderen Kunsthandwerks bekannt – der künstlerischen Beinschitzerei. Die Tradition dieses Kunsthandwerkes geht auf das XVII. Jahrundert zurück und wird heute in der Fabrik der Beinschitzerei, genannt nach M. Lomonossow, für die Nachwelt bewahrt und weiter entwickelt.
Ein besonderes Objekt des Eventtourismus sind die traditionell jährlich organisierten Lomonossow-Lesetage in Cholmogory und die literarischen Lesungen in Gedenken an den Dichter Nikolai Rubzow in Jemezk.
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