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Region Archangelsk ist eine einzigartige Schatzkammer altrussischer Kultur und der Traditionen der Pomoren.
Es gibt Grund zu der Annahme, dass die ersten Siedler des Nordens - die prähistorischen Jäger und Fischer –sich hier vor 14 Tausend Jahren niederließen. Das lebende Zeugnis davon sind mehr als 800 archäologische Denkmäler aus allen Zeitepochen vom Paläolith bis zum Mittelalter, welche in der Region zu finden sind. Besonders interessant sind die Überreste der Siedlungen geheimnisumwobener Stämme «Tschud» und «Lop'» entlang der Flüsse Waga, Pinega, Mesen, am See Latscha.
Im VII. Jahrhundert kamen erste slawische Stammgruppen aus den altrussischen Fürstentümern Rostow, Susdal, und Nowgorod. Sie brachten den Ackerbau, das Schrifttum und das Christentum mit sich. Hier bezwangen die slawischen Bauern das Meer und leiteten ihre Schiffe nach Skandinavien und Sibirien, hier bildete sich eigenständige Kultur der Pomoren, hier ist die Wiege der russischen Flotte und hier wurde zum ersten Mal die dreifarbige russische Fahne gehisst.
Einen ganz besonderen Stellenwert in der Entwicklung des Russischen Nordens haben orthodoxe Missionare und Klöster. Bereits im XII.-XV. Jahrhundert gründete man hier die ersten orthodoxen Religionsgemeinschaften, und im XVII. Jahrhundert gab es in der Region bereits mehr als 60 Klöster, welche nicht nur eine Quelle der geistigen Kultur waren, sondern auch einen wirksamen Schutz der russischen Nordgrenze gewährleisteten. Klöster nutzten aktiv neueste Erkenntnisse der Baukunst und entwickelten altrussische Kunst weiter. In den Werkstätten der Klöster arbeiteten Hunderte begabter Ikonenmaler, Goldnäherinnen, Bücherkopisten, Goldschmiede und Schmiede.
Im XVIII. Jahrhundert, als sich das Handelszentrum Russlands in die Richtung Baltikum verlagerte, verlangsamte sich die Entwicklung des Nordens um Archangelsk herum. Aber auch auf seinem Weg zur russischen Provinz erhielt Archangelsk sein eigenständiges Profil, eigene Traditionen und bewahrte das einzigartige historische Erbe des Russischen Nordens.
Hunderttausende Gäste kommen jährlich in die Region Archangelsk, angezogen von der majestätischen Schönheit der Solovki-Inseln, den Granitfelsen der Insel Kij, Karsthöhlen von Pinega, Architektur von Kargopol und Solvytschegodsk, einmaliger Natur von Kenosero und den wundern der Holzarchitektur.
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