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Der Nationalpark Kenosero wurde 1991 gegründet. Seine Gesamtfläche mit den historischen und Naturdenkmälern beträgt 1396 Quadratkilometer. Der Park liegt im Südwesten der Region Archangelsk innerhalb der Grenzen der Bezirke Kargopol und Plessezk.
Der Nationalpark stellt ein ideales System des historischen Lebensraumes des Menschen und ein Kulturobjekt der jahrhundertealten Geschichte und Kultur des russischen Nordens dar. Das lebendige Zeugnis davon sind die erhaltenen Naturlandschaften, zahlreiche Denkmäler der Kultur, Architektur und Monumentalkunst, der Archäologie und Ethnographie. 2004 wurde der Nationalpark Kenosero an das weltumspannende Netz der Biosphären-Schutzgebiete angeschlossen und offiziell als das Naturerbe des gesamten Planeten anerkannt.
Das Natur- sowie Kulturerbe des Parks ist fürwahr einzigartig. Hier befindet sich die Wasserscheide zwischen dem Weißen Meer und der Ostsee, ein Berührungspunkt unterschiedlicher Flora und Fauna. Im Park haben 263 Arten ihre Heimat, darunter solche geschützte Arten wie die Wildgans, der Fischadler (Pandion haliaetus) und der Steingeier (Haliaeetus albicilla). Die Tierwelt ist insgesamt durch ca. 50 Arten der Säugetiere, 5 Amphibien- und 4 Reptilienarten vertreten.
Besonders wertvoll ist der Nationalpark Kenosero auch wegen seiner Kulturlandschaften. «Geweihte» Haine, Kirchen und Kapellen, Wegeskreuze, archaische Bauart der Dörfer sind eine Visitenkarte des Nationalparks. Eine besonders hohe Konzentration und eine besondere Repräsentativität seiner Denkmäler machen den Nationalpark zu einem für Russland aber auch für die gesamte Welt besonders wertvollen Ort.
Kenosero ist auch die Ursprungsquelle der nordrussischen Volks- und Sagendichtung. Das heroische Epos von Kenosero besteht insgesamt aus 83 Heldensagen und ist eines der bedeutsamen Schätze der altrussischen Volksdichtung und ein beredtes Zeugnis von der hohen Entwicklung der Kultur an diesem Ort. Der Nationalpark befindet sich auf der historischen Route Finnland - Karelien - Archangelsk, hat ein gut verzweigtes Infrastrukturnetz, Gästehäuser, Parkplätze, zwei Erholungszentren und ein Öko-Camp für die Kinder.

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