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 |  | DAS HISTORISCHE UND KUNSTMUSEUM VON SOLVYTSCHEGODSK
Das historische und Kunstmuseum von Solvytschegodsk wurde im Mai 1919 gegründet. Den Grundstock der Museensammlungen bildeten die Denkmäler der altrussischen bildenden und dekorativen Kunst des XVI. – XVII. Jahrhunderts, welche früher im Blagoweschensky Sobor von Solvytschegodsk aufbewahrt wurden.
Heute gehören zwei Architekturdenkmäler von föderaler Bedeutung zum Museenkomplex. Das ist die Blagoweschensky Kathedrale (erbaut 1560 - 1584) und die Spassobydenny Kirche (II. Hälfte des XVI. – XVII. Jahrhunderts). Sehenswert sind auch die Familiegruft der Stroganoffs (Baujahr 1826), das Stalin-Museum und die Schule der Kunsthandwerke. In den Museenfonds werden wertvolle Kollektionen der altrussischen bildenden und dekorativen Kunst des XVI. – XVII. Jahrhunderts, der russischen und sowjetischen Malerei und Graphik, der handgeschriebenen und gedruckten Bücher u v.m.
Weltberühmt sind die Schenkungsgaben der Stroganoffs für die Blagoweschensky Kathedrale – Werke der Ikonenmalerei, der Nadelmalerei, der Silberschmiedekunst des XVI. – XVII. Jahrhunderts. Die Werke der Stroganoff-Kunsthandwerker aus dieser Museensammlung wurden schon in Frankreich, Italien, Japan, den USA und den Niederlanden ausgestellt.
 | 165330, Region Archangelsk, Bezirk Kotlas, Solvytschegodsk, pereulok Musejny, 1A |  | +7 (81837) 7 94 81, 7 92 54 |  | solimus@mail.ru |  | Öffnungszeiten: täglich - 9:00-17:00, Mo und der letzte Tag jedes Monats ist Ruhetag |
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 |  | DAS MUSEUM DER POLITISCHEN VERBANNUNG
Im XIX. Jahrhundert wurde Solvytschegodsk zu einem Ort der politischen Verbannung. Viele Mitglieder der Revolutionsbewegungen des Zarenrusslands des XIX. – frühen XX. Jahrhunderts wurden hierher verbannt. 1911 fristete hier Josef Stalin seine Verbannungstage. Das Haus von M. Kusakowa, wo Stalin ein Zimmer mietete, ist 1933 in das «Museum des Genossen Stalin» verwandelt worden. Seit 1963 ist dieses Museum ein Teil des historischen und Kunstmuseums von Solvytschegodsk. Im Haus von Kusakowa ist die komplette historische Einrichtung aus der Verbannungszeit von Stalin erhalten geblieben.
 | 165330, Region Archangelsk, Bezirk Kotlas, Solvytschegodsk, pereulok Musejny, 1A |  | +7 (81837) 7 94 81, 7 92 54 |  | solimus@mail.ru |  | Öffnungszeiten: täglich - 9:00-17:00, Mo und der letzte Tag jedes Monats ist Ruhetag |
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 |  | DIE SCHULE DER KUNSTHANDWERKE
Mehr als 10 alte Webestühle, wunderschöne Beispiele der traditionellen Textilien, gewebt von alten und jungen Meistern und Meisterinnen von Solvytschegodsk, verschiedene Geräte für die Bearbeitung von Flachs kann man in der Schule der Kunsthandwerke besichtigen. Die Schule der Kunsthandwerke wurde am Museum von Solvytschegodsk 1994 mit dem Ziel gegründet, die traditionellen Kunsthandwerke der Umgebung wieder zu beleben. Die Besucher der Schule haben nicht nur die Möglichkeit, sich mit der Kunst der Stickerei, Weberei, des Gürtel-Flechtens vertraut zu machen, sondern auch die nach den alten Mustern gefertigte traditionellen Kopfbedeckungen und Trachtkleidung anzuprobieren, sondern auch an einer Vorstellung des Puppentheaters von Petruschka (das russische Kasperle-Theater) teilzunehmen. |
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 |  | DIE BLAGOWESCHENSKY KATHEDRALE
Die Blagoweschensky Kathedrale von Solvytschegodsk ist eines der ältesten Denkmäler der Steinarchitektur des Russischen Nordens, ein herausragendes der nordrussischen Architektur, welche im XVI. Jahrhundert als Ersatz des damals verbreiteten architektonischen Viersäulen-Systems. Diese für as XVI. Jahrhundert typische große Stadtkathedrale mit drei Apsiden und fünf Zweibeltürmen ist auf einem hohen Podklet (Fundament) errichtet und von einer Galerie mit Kreuzgängen umgeben.
In den späten 1550ern besaß das Familienoberhaupt der Stroganoffs – Anika Fjodorwitsch – samt seiner Söhne und Enkel enorme materielle Reichtümer, Produktionskapazitäten und Untergebene, welche ihm dienten. Schon in einem betagten Alter kam er auf den Gedanken, eine Kathedrale zu errichten, als Dank an Gott für seinen Erfolg und Talent und für das ewige Gedenken an seine verstorbenen Vorfahren und an seine ganze Familie. Stroganoffs errichteten diese Kathedrale als eigene Hauskirche für sich selbst und für das eigene Gesinde und unterhielten dort eine große Zahl an Priestern. |
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 |  | SOMMERKIRCHE
Das Interior der Sommerkirche der Blagoweschensky Kathedrale ist ein seltenes Beispiel des altrussischen Interiors, welches seine ursprünglich Gestalt bewahren konnte.
Die hohe Ikonenwand mit vier Reihen Ikonen wurde in den 1690er Jahren von dem Moskauer Holzschnitzer Grigori Ustinow gestaltet worden. «Das Zarentor» (die Tür, welche sich in der Ikonenwand befindet und zu dem in jeder orthodoxen Kirche vor Augen versteckten Altar führt) ist mit dem späten XVI. Jahrhundert datiert und stellt ein wunderschönes Beispiel der feinen und komplizierten, meisterhaften Handwerksarbeit. Auf dem farbigen Glimmerhintergrund sind die Aufsätze aus vergoldetem Messing platziert. Diese mit Ornamenten verzierte Aufsätze schmücken die ganze Oberfläche des Tores, seine Flügel und den Rahmen. Die kleinen Muster auf den Aufsätzen bilden glänzendes, prachtvolles Zierwerk, welches im Kontrast zu den größeren Formen der Holzschnitzereien auf der Ikonenwand besonders schön zur Geltung kommen.
Die Ornamente sind in der Flockentechnik gemacht, indem ein mit Kleber bedeckter Hinertgrund mit Sand, zerkleinertem Glimmer, Lederfetzen «beflockt» wurde.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Innenausstattung der Sommerkirche sind die Freskos, welche 1601 auf «Geheiß und Befehl» Nikita Grigorjewisch Stroganoff durch eine Artel (dt. «Genossenschaft») der Ikonenmaler aus Moskau geschaffen wurden. Die Freskos bedecken vollständig die Säulen, Gewölbe und Bögen der Kirche. Der wichtigste Platz in der Kirche nehmen vielfältige Kompositionen aus dem Leben der Mutter Gottes ein, darunter Szenen aus ihrem Leben, ein der Mutter Gottes gewidmetes spezielles Gebetszyklus, Abbildung der Wunder, welche mit der Ikone der Mutter Gottes Liddsky zusammenhängen. Auf der westliche Wand der Kirche ist eine Schwindel erregend riesige Szene des Jüngsten Gerichtes abgebildet. auf der Nord- und Südwand sind zwischen den Fenstern und auf den Säulen sind Namenspatrone der Familienmitglieder der Stroganoffs abgebildet sowie örtliche und gesamtrussische Heilige. Als ein ornamentaler Streifen verziert eine Chronik der Kircherngründung, ihrer Weihe und Bemalung sowie über ihre Gründer die gesamten Wände der Kirche. |
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 |  | TUROWEZ
Im Bezirk Kotlas gibt es erstaunliche Ecken, wo Menschen nach der geistigen Heilung suchen. Über Jahrhunderte hinweg finden die Menschen den Weg zu den Kirchen von Turowez.
Auf dem linken Ufer der Nord-Dwina, ca. 30 km von Kotlas und 8 km von der Siedlung Schipizino entfernt gibt es im Wald einen Berg. Dort, wo der Legende nach Mutter Gottes in der Natur lebt, gibt es eine Heilquelle. An dieser Quelle sind zwei Kirchen errichtet worden - die Kirche der Mariä Himmelfahrt und die Bogojawlensky Kirche. Man erzählt über Wunder, welche sich hier ereignet haben sollen. So erzählt eine Legende zum Beispiel über die Tataren-Stämme der Tscheremissen, welche in der Zeit Iwans des Schrecklichen diesen heiliegn Ort verwüsten und es seines wichtigsten Heiligtums – der wundertätigen Ikone der Mutter Gottes Odigitria (dt. «Wegweiserin») – berauben wollten. Aber sie sollten durch den Zorn Gottes blind geworden sein und sich drei Tage nicht von der Stelle bewegen können. Nur eine innige Bitte um Vergebung und das Versprechen, eine Kopie der wundertätigen Ikone zu malen, sie mit Gold zu verzieren und nach Turowez zu schicken soll sie befreit haben. Diese besagte Kopie, über welche die Legende erzählt, wird bis heute in der Bogojawlensky Kirche aufbewahrt. |
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