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Solowezker Insel
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 |  | ARCHITEKTONISCHES ENSEMBLE VON SOLOWEZKER KLOSTER
Baugeschichte
Das Architektoniche Ensemble des Zentralgehöfes von Solowezker Kloster entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Die ersten Kirchen und Mönchenzellen weurden aus Holz gebaut. Grosse Brände aber vernichteten diese Gebäude, und deren Gestalt war für immer verloren.
Im Jahre 1552 fing nam an, aus Stein zu bauen. Alle Bauten wurden aus den Ziegeln gebaut, die hier von der Kloster-Ziegelbrennerei hergestellt wurden. Innerhalb von 5 Jahren entstanden unter der Leiting von Nowgoroder Handwerkern die Maria-Himmelfahrtskirche, das Reflektorium und Mönchenkammern. Den grössten Eindruck auf Besucher macht die Reflektoriumskammer die grösste unter allen erhaltenen Reflektoriumskammern, ihre Gesamtfläche beträgt 483 Quadratmeter. Ihre Gewölbe stützt sich auf die mehr als 2 Meter dicken Wände, und ihre Zentralsäule, deren Durchmesser 4 Meter beträgt, ist aus weissem Stein gebaut.
Nachdem der Bau des Reflektoriumkomplexes abgeschlossen war, wurde im Laufe von den nächsten 8 Jahren die Hauptkathedrale des Solowezker Klosters - die Spasso-Preobrazschensky-Kathedrale erbaut. Die Kathedrale ist 47 Meter hoch. In deren zwei Oberrängen befindet sich der Hauptaltartisch und 6 Kirchen, in den unteren Kammern sind Grabgewölbe unterbracht, wo hiesige Heiligsten begraben sind.
Im 17. Jahrhundert baute man hier Wohn- und Hauswirtschaftsgebäude des Klosters. Nachdem Sie eine restaurierte Mönchszelle im nördlichen Teil vom Swjatitelsky-Korpus besuchen, können Sie einen Eindruck von der Zeit und vom Mönchenleben bekommen.
Im nördlichen Hof wurde die Schneiderei und Schumacherwerkstatt (Tschöbotnaja) (1642) originalgetreu wiedererbaut. Von den wirtschaftlichen Bauten dieser Zeit ist die Steinmühle am interessantesten. Sie liegt im südlichen Hof, an einem der unterirdischen Kanäle, die vom Heiligen See in den Hafen des Wohlergehens fliessen.
Von den Bauten des 18. Jahrhunderts ist der dreistufige Glockenturm am bedeutendsten. Mit seinen 52 Metern ist er das höchste Gebäude des Kremls. Im Jahre 1798 wurde die Filipps-Kirche eingeweiht, die der Spasso-Preobrazschensky-Kathedrale gegenüber liegt. Im 19. Jahrhundert wurde statt der baufälligen Nikolsky-Kirche (1583) die Nikolky-Kathedrale mit 5 Kuppeln erbaut, und an der Stelle von Sossimo-Sawwatjevsky-Seitenaltar der Spasso-Preobrazschensky-Kathedrale errichtete man Troizky-Kathedrale mit einer Kuppel.
Während des Krieges im 16. Jahrhundert erschienen schwedische Kriegsschiff e in der Nähe von den Inseln. Das Kloster rüstet und baut eine Festung aus Holz.
In den 80er Jahren des 16. Jahrhunderts wurden von Solowezker Kloster vier holzerne Festungen gebaut: Sumskaja, Kemskaja, Kolskaja und Rinosörskaja. In diesen Festungen wurden Schützen-Garnisonen untergebracht.
Ende des 16. Jahrhunderts (1582-1596) wurde um Solowezker Kloster herum eine Feldstein-Mauer gebaut. Sie ist eine der grössten in Russland.
Die Solowezker Festung ist eine konventionelle Festung, zu deren wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen eine gerade Linienführung der Festungsmauer gehört, sowie eine gleichmässige Anordnung der Verteidigungstürme entlang der Aussenmauer, ihr deutliches Herausragen über die Mauerfläche und das Vorhandensein eines underen Kanonengestells.
Die gesamtlänge der Mauer von Solowezker Festung beträgt 1200 m, die Fundamentsstärke beträgt ca. 7 m, die Höhe bis 10 m, die Türme sind bis 17 m hoch.
Festungsanlage
Die Festung hat Form eines vom Norden nach Süden langgezogenen Fünfecks, an dessen Ecken fünf runde Verteidigungstürme stehen, das sind Archangelskaja-, Nikolskaja-, Korozschnaja-, Prjadilnaja- und Belaja-Turm. Die dem Meer zugewandte Westlmauer ist vom Maria-Himmelfahrt-Turm befestigt. Richtung Heiliges Sees liegt die Mauer mit Powarennaja- und Kwassowarennaja-Turm. Innerhalb der Mauer und Türme gibt es 11 Durchfahten: drei davon befinden sich in den Ecktürmen Nikolskaja-, Korozschnajaund Belaja-Turm, weitere sieben Pforten liegen innerhalb der Mauer Seldjanye, Svjatye, Suschilennye (aufgehoben), das Mauertor, Povarennye und Kwassowarennye, sowie Nikolskie-Tor, das Anfang XX Jhs. aus einer Kanonenschiessscharte umgebaut wurde. Zum Abwehrsystem von Solowezker Kloster gehören auch zwei Trockengräben, die an den angreifbaren Süd- und Nordseiten der Festung gemacht wurden. Der nördliche Graben ist bis heute relativ gut erhalten.
Im Verlaufe seiner langen Geschichte wurde die Festung von Solowezker Kloster mehrmals geprüft. Im 17. Jahrhundert (1674-1676) wurde sie von den Schützen des Zaren Alexej Mikhajlovich angegriffen. Das Kloster leistete einen Widerstand gegen die vom Patriarchen Nikon aufgezwungene Kirchenreform. Während des Krimkrieges im Juli 1854 stand das Kloster unter dem Beschuss der 120 Kanonen von zwei englischen Fregatten. Der Angriff dauerte neun Stunden. Beide Angriffe waren erfolglos. Die Festung blieb unbezwingbar.
Im Laufe von drei Jahrhunderten (Mitte XVI Ende XIX Jhs.) spielte Solowezker Kloster die Rolle eines staatlichen Gefängnisses. Auf die Insel wurden viele Gefangene wegen ihrer Verbrechen gegen Staat und Glauben verbannt.
Unter den Häftlingen des Klostersgefängnisses waren viele berühmte staatliche und religiöse Persönlichkeiten, der Abt von Troizky- Kloster Artemij, der Zarensohn von Khassimovsky-Khanats, der Zar Simeon Bekbulatovich, der Chronist der Zeit der Wirren Avraamij (Palizin), Mönch aus Troizky-Lavra, der letzte Kosaken-Ataman von Zaporoger Sech Petr Kalnischevsky, Graf Petr Tolstoy, das Oberhaupt der Geheimkanzlei zur Zeit Peters des Ersten.
Auf dem Kreml-Gelände sind einige Gefängnissgebäude des XVI- XVII Jhs. bis heute erhalten: Koroyschnaja-, Golovlenkova-, Suschilennaja-Gefängnis. Zu dieser Zeit gehört auch das Gebäude von Ikonenmalereikammer, wo Ende des 18- Jahrhunderts ein Gefängnis eingerichtet wurde. |
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 |  | DIE FILIPPOVSKY-FISCHBECKEN
Ein Kilometer von der Siedlung entfernt, weit weg von der Strasse, die zum Sekirnaja-Berg führt, liegt eine eigenartige Anlage, die Mitte XVI Jhs. erbaut wurde. Das ist sog. Filippovsky-Fischbecken. Diese Anlage ist der erste Solowezker Damm, der aus Feldsteinen gemacht wurde, sodass ein kleiner Meeresbusen abgesperrt wurde.
Solowezker Kloster verfügte über eine Vielzahl von Fischfangrevieren an Inselküsten, Stellen, wo man mit Hilfe von riesigen Fischnetzen Seefisch fangen konnte, vor allem Dorsch und Hering. Der Fang war aber nie garantiert. Deswegen kam man Ende des 16. Jahrhunderts auf die Idee, einen ständigen Vorrat an Seefisch in der Nähe des Klosters anzulegen.
Zu diesem Zweck staute man mit zwei grossen Steindämmen das Wasser einer relativ grosser Bucht, die nicht weit vom Kloster lag und gut vor dem Wind und Sturm geschützt war, dabei wurde die Bucht vom Meer abgetrennt. Dies führte zur Entstehung von zwei abgeschlossenen Meeresbecken. Die wurden zur Zeit des Abts Filipp angelegt, deswegen wurden sie Filippovsky-Fischbecken genannt. Der Damm ist kein geschlossener Deich, der man bei Mukssalma-Insel sehen kann. Hier wurde ein eigenartiges Netzsystem aus Steinen eingerichtet. Die Dammsteine sind so angelegt, dass Ebbe- und Flutwasser fast auf der ganzen Fläche ins Wasserbecken hinein- und herausfliessen können. Zusammen mit hineinfliessendem Wasser geraten die kleinsten Fische, Plankton und andere Wirbellosenarten in den Fischbecken, was zur Nahrung für die grossen Fische dient. Höchstwahrscheinlich diente diese Anlage als Reservoir zur Aufbewahrung schon gefangenes Fisches, vor allem Dorsch. |
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 |  | BOTANISCHER GARTEN. MAKARJEVSKAJA-EINSIEDELEI
Botanischer Garten liegt 4 km von Solowezker Kloster entfernt am Ufer des Sees Nizschnij Pert. Dank der Geländebeschaffenheit und dem sich von allen Seiten herangedrängten Wald hat Botanischer Garten ein besonderes Mikroklima mit einer besonders günstigen Auswirkung auf die Pflanzen, die von anderen Breitenkreisen und Klimazonen hierher gebracht sind.
Im Jahre 1882 wurde an diesem Ort vom Klostervorsteher Makarij die nach ihm benannte Einsiedelei gegründet. Auf einem der Hügel wurde eine holzerne Klosterzelle errichtet und unten am Seeufer noch zwei weitere.
In der weiteren Zeit wurde das Territorrium sehr schnell erschlossen. Es gibt Mitteilungen, dass in der ersten Hälfte des 19. Jhs. fruchttragende Sträucher und Heilpflanzen auf dem Alexandrovsky-Berg und daneben angebaut wurden. Dabei wurden diese Bäume und Pflanzen extra auf die Inseln gebracht. Gegen XIX Jh. Wurden Apfelbäume und Heckenrosen gepflanzt, man baute zwei Kapellen, einen Eiskeller aus Feldstein und mehrere hauswirtschaftliche Bauten. Auf dem Kreuzungsberg wuder ein Anbetungskreuz aufgestellt.
Im Jahre 1862 wurde das Landhaus des Klostervorstehers aus der vom Festland gebrachten Lärche gebaut. Das war ein zweistöckiges holzernes Haus, das zu gelegentlichen Besuchen des Klostervorstehers diente.
In der Einsiedelei befand sich die Wachsblecherei, was zur Entwicklung des Gartens beitrug, weil das heisse Wasser nach der Wachserschmelzung durch holzerne Röhre floss und zur Erwärmung vom Boden und Orangerien verwendet wurde. In den Orangerien zogen die Mönche Blumen und fruchttragende Pflanzen, die später den Gästen als Wunderdinge gezeigt wurden.
Es gibt eine Legende, dass Solowezker Mönche Ende des 19 Jhs. das Pamir besuchten, wo den Dalai Lama trafen. Als Geschenk vom Pamir brachten sie dem Klostervorsteher eine Heckenrose mit grossen Früchten, auch Flieder, Bergenie und andere Pflanzen mit. Die Runzelrose, ungarische Flieder und grossblättrige Bergenie kann man auch heute im Botanischen Garten beobachten.
Zur Zeit von Solowezker Lager wurden in den Garten viele neue Pflanzen gebracht. Wiesen und das Wachsblechereigelände wurden zum Anbau von landwirtschaftlichen Pflanzen benutzt. Botanischer Garten wird von einen schönen Lärchenallee geschmückt, die 1935 mit 5 bis 7 Jahre alten Bäumchen angelegt wurde.
Seit 1979 nahm Solowezker Museums- und Naturschutzgebiet die Arbeiten zur Sanierung des Botanischen Gartens wiederauf und bemühte sich um die Wiederherstellung von früher bestellten Bodenflächen. Zur Zeit wachsen auf dem Territorium des Botanischen Gartens mehr als 500 Pflanzenarten, 80% davon sind nach dem Jahre 1989 gepflanzt. |
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 |  | SEKIRO-VOSNESSENSKY-EINSIEDELEI
Auf allen Archipelsinseln gibt es Hügel mit fast senkrechten Hängen. Einer der höchsten Solowezker Hügel wird Sekirnaja Gora (Sekirnaja-Berg) genannt.
In den 60er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Sekirnaja-Berg eine Kloster-Einsiedelei gegründet, mit einer steinernen 1860 gebauter Himmelfahrtskirche. Die Kirche hatte einen Glockenturm, über dem Glockenturm baute man einen Leuchtturm, der zu dem grössten Leuchtturm des Weissen Meeres wurde. An die Kirche wurde einige Mönchenzellen gebaut, die von hauswirtschaftlichen Bauten umgeben waren. Zum Platz vor der Kirche führt eine steile Treppe mit 294 Stufen. Von dem Platz aus hat man einen hinreissenden Ausblick auf den nordwestlichen Teil von Solowezker Inseln.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in der Einsiedelei Dampfbad aus Feldsteinen und Pferdestall gebaut. Die Einsiedelei wurde zum Anziehungspunkt für Tausende Pilgern.
Zur Zeit von Solowezker Lagern wurde auf dem Sekirnaja-Berg eine Straf-Isoliertkammer eingerichtet, am Bergfuss fanden Massenerschiessungen der Häftlingen statt. Der Sekirnaja-Berg wurde zum Symbol des Leidens der Häftlingen. Zur Erinnerung an alle Opfern von Solowezker Lager-System wurde 1992 am Bergfuss ein Gedenkkreuz aufgestellt und vom Heiligsten Patriarchen Russlands Alexij II eingeweiht. |
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 |  | SAWWATJEWSKY-EINSIEDELEI
Zwei Kilometer von dem Sekirnaja-Berg entfernt befindet sich Sawwatjewo. Das ist ein Gebetsort der ehrwürdigen Asketen Sawwatij und German. Dieses Ort wird schon seit langem als eine Gedenk-Einsiedelei geehrt.
Ursprünglich befand sich hier im 17. Jh. eine Kapelle des ehrwürdigen Sawwatij mit einigen Mönchenzellen. Die Blütezeit für diese Erinnerungsstätte fang aber in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an.
1858-1860 wurde hier die steinerne Odigitria-Kirche gebaut. Später wurde an Kirchenvorhalle ein zweistöckiger Mönchenkorpus angebaut, mit einem Gasthof, neuen Mönchenzellen und hauswirtschaftlichen Bauten daneben. Um Einsiedelei herum wurden künstliche Wiesen angelegt, an den Sumpfstellen wurde ein Entwasserungssystem eingerichtet, ein Gemüsegarten angelegt und ein Treibhaus errichtet.
Während der Lager-Zeit wurde in Sawwatjewo eine Isoliertkammer für politische Häftlinge eingerichtet, wo Sozialrevolutionäre, Menschewiki, Anarchisten und andere politische Gegner von Bolschewiki gefangen gehalten wurden. 1925 wurden alle politischen Häftlinge aufs Festland geschickt und in Sawwatjewo wurde eine landwirtschaftliche Gemeinde gegründet.
1942 wurde in Sawwatjewo eine Schifffartsschule unterbracht. In steinernen Häusern befanden sich Unterrichtsräume, der Stab und Lehrerwohnräume. Die Schüler bauten für sich Erdhütten zum Wohnen. Im Laufe von 3 Jahren wurden in der Schifffartsschule mehr als 4000 Fawchkräfte vorbereitet. |
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 |  | ISSAKOWO
Wenn Sie sich auf den Weg von Sawwatjewo aus weiter machen, kommen Sie zum Ufer des Grossen Roten Sees. Noch 300 m weiter vom See entfernt liegt Issakowo eine der schönsten Landschaften von der Grossen Solowezker Insel.
Die Einsiedelei wurde im 18. Jh. auf einem Hügel errichtet und nach der Kapelle des ehrwürdigen Issaakij Dalmatsky benannt (diese Kapelle ist nich erhalten). Issakowo entstand zwischen den zwei grossen Seen, dem Karassövo- und Issakovsky-See, auf einer Erhöhung mit kleineren Hügeln. Die Seen sind durch einen schmalen Verbindungskanal miteinander verbunden, hinter dem Kanal gibt es eine weitausgebreitete Wiese. Die Wiese streckt sich bis zum Sekirnaja-Bergfuss. Die sumpfige Wiese wurde mit Hilfe von bis heute erhalten gebliebenen Entwässerungskanäle trockengelegt.
In Issakowo legte das Kloster Hueschläge und eine Fischfangwirtschaft an, welche die die Kloster-Bewohner mit frischem Süsswasserfisch versorgte. Von der Bauten aus der sog- Klosterszeit bleibt in Issakowo ein Klosterzellenkorpus und zwei aus Feldstein gebauten Häusern das Dampfbad am Meeresufer und der Speicher am Pferdestall - erhalten. |
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 |  | SOLOWEZKER SEEN- UND KANALSYSTEM
Das Territorium von Solowezker Inseln ist ein Seengebiet. Mehrere davon, ca. 500 Seen, befinden sich auf der Grossen Solowezker Insel.
Da es auf den Inseln keine Flüsse gibt, wurden die Inselbewohner gezwungen, die Seen durch Kanäle miteinander zu verbinden. Im Laufe von 4 Jahrhunderten wurden 20 lokale See- und Kanalsysteme gebaut. Das wichtigste Kanalsystem bildet das des Heiligen Sees mit seinen 70 Seen und Kanälen. Der Heilige See diente zur Versorgung der Klosterbewohner mit dem Trinkwasser.
An den Kanälen, die vom See zum Meer hin führten, gab es eine Küche und Kwassbrauerei, man stellte auch Wasserräder für Mühlen auf, die später durch Tirbinen ersetzt wurden.
Das vom Heiligen See durch Kanäle fliessende Wasser wurde zum Zersägen von Holzstämmen in Bretter, zur Elektrizitäterzeugung und zur Trockendocksauffüllung bei Schiffsreparaturen benutzt.
Um den Wasserfluss zu erhöhen, wurden die Kanäle Anfang XX Jh. Zum Teil breiter gemacht, sodas sie auch zum Binnenschiff fahrt genutzt werden konnten. 1913 verbanden solche Transportkanäle schon neun Seen. Die Wasserenergie wurde dabei über den alten Hauptkanal vom Trinkwassersee bis zum Heiligen See geleitet und von dort aus über weitere Kanäle zu einer neuen Mühlenturbine (1907) und dem Wasserkraftwerk (1912). Durch Schifffahrtskanäle fuhren Boote und kleine Dampfschiffe, die Holz, Heu und Fisch zum Kloster transportierten.
Der Weg vom Kreml bis zur Bootstation führt zuerst durch die Siedlung und dann weiter zum Sekirnaja-Berg. Hier gibt es eine hydrotechnische Anlage, die den Wasserstrom reguliert, der vom Seen- und Kanalsystem in den Heiligen See fliesst. Die Bootstation liegt am Sredny-Pert-See. Hier kann man rund um die Uhr ein Ruderboot ausleihen.
Wenn man sih auf eine Ruderbootreise macht, muss man sich den rechten Sredny-Pert-Seesufer entlang rudern. Am Seesende sehen Sie den ersten Schifffahrtskanal.
Die Kanäle sind 1,5 bis 2 m tief und deren Boden ist mit Feldsteinen ausgelegt. Kanalende und Anfang sind beim Hochwasser unter der Wasseroberfläche verborgen, deswegen muss man Kanäle sehr vorsichtig verlassen, ohne scharfe Biegungen zu machen. Falls aber Ihr Boot auf eine Sandbank stösst, muss man es rückwerts schieben, um von der Sandbank wegzugehen.
Durch den ersten Kanal kann man mit dem Boot problemlos fahren, dabei muss man in der Kanalbettsmitte das Boot rudern. Beim Kanalfahren versuchen Sie zu vermeiden, auf keine Steine mit dem Bootboden und den Bootseiten zu stossen. Die Kanalströmung der Seen ist vom Wind abhängig. Um dem starken Gegenwind auf dem See oder Kanal entgegenzukommen, muss das Boot genau gegen die Wellen gelenkt werden.
Der Eingang zum Kanal, der den Krugloe-Orlovo-See mit dem Schtschutsche-See verbindet, ist mit einem Wegweiser ausgeschildet. Dieser und der weitere Kanal sind relativ schmal, deswegen muss man beim Rudern besonders vorsichtig sein. Man muss dabei die Ruder aus den Rudergabeln wegnehmen und längsseits rudern. Versuchen Sie auch beim Rudern, die mit Steinen ausgelegte Kanalböschungen nicht zu berühren. Am Kanalende vor dem Eingang zum Schtschutsche-See kann man die Überreste des am Anfang des 20. Jahrhunderts gebauten Deiches sehen.
Von dem Schtschutsche-See aus trennen sich die Bootwanderrouten. Die Wanderroute «Kleine Runde» führt zur linken Bucht folgen Sie den Wegweisern nach. Der nächste See, der Plotitsche-See ist reich an Wasserpflanzen. Man muss sehr vorsichtig sein, um mit den Rudern keine gelben Dickichts zu beschädigen.
Von dem Plotitsche-See führt der Kanal zum letzten See dieses Kanalsystems, zu dem Grossen Karsino-See. Von Karsino-See beginnt ein extra im Wald angelegter Weg zu dem Botanischen Garten.
Die Wanderungroute «Grosse Runde» geht zuerst der «Kleinen Runde» parallel. Von dem Schtschutsche-See kommen Sie zu dem Valdajsky-Kanal, deren Boden mit den Feldsteinen ausgelegt und mit der Balkenumsäumung befestigt ist. Am Kanalufer können Sie die Überrecte vom Mechanismus einer kleinen Ausziehbrücke beobachten. Der Übergang von dem Valdajsky-See zum Grossen Roten See ist sehr beeindrucksvoll, wobei drei Kanäle folgen einender der Reihe nach.
Mit titanischer Bemühungen haben hier Menschen mit ihren Händen zwei mehr als 10 m hohe Feldsteinhügel durchbrochen.
Von dem Kleinen Roten See kommt das Boot zu den Weiten des Grossen Roten Sees, der ein Neuntel des gesamten Süsswasservorrates von Solowezker Insel enthält. Der Legende nach, entstand dieser See durch die Vereinigung von sieben kleineren Seen. Dort wurden Deiche gebaut und der Wasserstand stieg an. Einige Baumstümpfe, die Sie im See sehen können, sind die Reste des überfluteten Waldes.
Der Grosse Rote See ist sehr malerisch, mit seiner klaren reinen Trinkwasser und seiner reizenden Breite. Auf dem See folgen Sie den Wegweisern nach. Zu einem Orientierungszeichen dient auch die Himmelfahrtskirche auf dem Sekirnaja-Berg. Sie weist die Hauptrichtung der Bewegung.
Die Anlegestelle der Bootstation befindet sich neben einer grünen Waldwiese am Pfad.
Zum See-Ufen gekommen und das Boot festgemacht, kann man sich auf den Weg zu Klostereinsiedeleien machen Sawwatjewsky-, Issakowsky- und Sekiro-Vosnessenskaja-Einsiedelei. Auf dem Weg muss man den Wegweisern folgen. |
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