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Zum ersten Mal wird die Siedlung in der Mündung der Onega 1137 im Ustaw (Gesetz) Olegs, des Fürsten von Nowgorod erwähnt. Bis zur Besiedlung der Gegend durch die Nowgoroder wurde sie von finnisch-ugrischen Stämmen bevölkert, welche unter dem Sammelnamen «Tschud die Weißäugige» in den Chroniken bezeichnet werden. Die Nowgoroder wurden hierher durch die reiches Vorkommen der Pelztiere angelockt. Dichte Wälder Onegas versorgten sie mit Wild, Pelzen, Wachs und den Mastbäumen im Übermaß. Es folgte eine Siedlungswelle aus Tausenden Russen, welche auf der Suche nach Land für den Ackerbau und Handwerk waren. Auf den historischen geographischen Karten aus dem Fürstentum Nowgorod des XII. – XIII. Jahrhundert war der Punkt, wo heute Onega ist, als «siedlung am Meer» ausgezeichnet worden. Im XIV. Jahrhundert, als Nowgoroder den größten Teil Onegas besiedelt hatten, bekam die Siedlung den Namen Ust-Onega und ging ins Eigentum von Martha Boretzkaja über, einer berühmten Bojarin (Adeligen) aus Nowgorod. Im XVII. Jahrhundert wurde Onega an das Kijer Kloster zum Heiligen Kreuze verschenkt.
1780 bekam die Siedlung Onega den Status der Bezirksstadt des Gouvernements Archangelsk, der erste Bebauungsplan wurde 1784 von Katharina der Großen bewilligt worden. Die Stadtbewohner lebten damals hauptsächlich von der Gewinnung und dem Verkauf von Holz. Seit 1896 fing der regelmäßige Last- und Passagierverkehr auf der See an.
In der Mündung der Flüsse Anda und Ponga, welche in die Onega münden, entstanden die ersten russischen Holfabriken mit Wassermühlen, welche Holz für den Export verarbeiteten. Seit Menschengedenken baute man in Onega Schiffe für die Kaufleute aus Archangelsk, Kargopol, Cholmogory und für die Klöster des Umlandes – des Solovetsky, Nikolo-Karelsky u.a.
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