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Geschichte des Mesener Landes wurzelt im späten Mesolithikum, als sich der Urmensch vor ca. 10 Tausend Jahren vor dem näher rückenden Gletsher hierher rettete. Vor ca. 5 Tausend Jahren bevölkerten finnisch-ugrische und samodische Stämme diese Gegend. Vor 3-4 Tausend Jahren kamen Nomadenstämme der Nenez über die Berge des Ural hierher.
Die erste Erscheinung der Russen in dieser Gegend kann man mit dem XI. Jahrhundert datieren. Im XIII. Jahrhundert siedelten sich hier die ersten Slawen an. Die älteste russische Siedlung heißt Sloboda Lamposchnja. Sie entstand als ein Handelszentrum auf dem Weg «durch den Stein» nach Sibirien. Im späten XV. Jahrhundert entstand noch eine russische Siedlung, welche später zu einem Zentrum des Mesener Landes wurde - Okladnikowa Sloboda.
Die Russen besetzten allmählich die bereits von Eingeborenen bevölkertes Land . Die Mesener Pomoren (Seeleute) lernten schnell die Seefahrt und fuhren mit ihren Schiffen in die arktischen Meere. Schon im XV. Jahrhundert kannten sie den Weg zum Spitzbergen Archipel (sie nannten die Inselgruppe Grumant) und nach Nowaja Semlja. Im XVI. Jahrhundert kamen sie aus dem Meer in die Flüsse Petschora und Ob hinein. Im frühen XVII. Jahrhundert gab es eine große Siedlungswelle der Russen nach Westen vom Ural – «der Sonne entgegen». Daran nahmen die Mesener Pomoren aktiv teil. Viele Mesener – Händler, Industrielle, Pioniere und Zarenbeamte – haben die Geschichte der Besiedlung des Russischen Nordens und Sibiriens mitgeprägt.
Um diese Zeit wurde Okladnikowa Sloboda zu einem Zentrum des Handels zwischen dem Mesener Land und Sibirien. Dies war die Blütezeit von Mesen. Man kannte Mesen nicht nur in Sibirien, sondern sogar in Moskau und im Ausland. Mitte des XVII. Jahrhunderts verbot der Zar Alexej Mikhailowitsch es den Schiffen, in der Mündung der Mesen anzulegen, weil er um die Entwicklung des Hafens von Archangelsk besorgt war. Dies war Anfang von Ende der Okladnikowa Sloboda.
Im späten XVII. Jahrhundert verringerte sich zwar die Bedeutung der Seefahrt. Die Seekenntnis und die Fähigkeit der Pomoren, unter extremen Bedingungen zu überleben fand jedoch ihre Verwendung in der Wissenschaft. Keine Expedition in die Arktis, angefangen mit der Großen Nordexpedition (1733 - 1743) konnte auf Pomoren aus Mesen verzichten. Als ein besonders Zeichen der Anerkennung wurden 19 geographischen Punkte nach ihnen benannt.
Mesen ist seit dem XVII. Jahrhundert auch als ein Verbannungsort in die Geschichte eingegangen. Hier fristeten ihre Verbannungszeit der Anfüher der großen Schisma der orthodoxen Kirche Awwakum Petrow, Staatsmann Wassili Golizyn, Diplomat Artamon Matweew und andere mehr. später verbannte die Zarenregierung viele Revolutionäre hierher, darunter solche historischen Persönlichkeiten wie Inessa Armand und Kliment Woroschilow. Die Teilnehmer der Revolutionsbewegung in Russland nahmen aktiv an dem Schicksal der Mesener teil, indem sie Menschen alphabetisierten und verarzteten.
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