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 |  | DAS HISTORISCHE UND KUNSTMUSEUM VON KRASNOBORSK, GENANNT NACH S. TUPIZYN
Das Museum ist das Herzstück des Kulturlebens von Krasnoborsk. Es wurde von Sergej Tupizyn, dem hier geborenen Historiker und Heimatforscher gegründet. Im Museum sind sehr breit gefächerte Kollektionen der Volkskunst und der dekorativen Kunst ausgestellt, welche durch das Reichtum und die Vielfalt der Motive überraschen. Es ist auch eine Sammlung der traditionellen Bauernwerkzeuge und die Gedenkhalle an den Polarforscher und Maler Alexander Borissow für Besichtigung offen. Im Museum finden Ausstellungen der örtlichen Maler und Feste der Kunst über die Arktis statt. Im Museum kann man Souvenirs des Kunsthandwerks, Werke der Malerei und Bücher über die Geschichte dieses Landes erwerben.
 | 164880, Region Archangelsk, Bezirk Krasnoborsk, Krasnoborsk, ul. Gagarina, 47 |  | +7 (81840) 2 19 63 - Bezirksverwaltung |
Ständige Ausstellungen
• Ausstellung des Kunsthandwerkes • Ausstellung über die Heimatforschung von Krasnoborsk • Gedenkhalle für Alexander Borissow • Ausstellungshalle |
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 |  | «DAS GEDENKHAUS DES MALERS ALEXANDER BORISSOW» (1898-1908)
Im Jugendstil gebautes Landhaus von A. Borissow vereint viele Stilelemente anderer architektonischer Stile, was ein einzigartiges Gebäude mit unterschiedlich großen Fenstern, Vordächern, Holzelementen ausmacht. Das Haus hat der Maler selbst entworfen und auf dem Grundstück seines Vaters gebaut.
Besonders ausdrucksvolles Detail des Gebäudes ist der Anbau in der form eines kleinen Zeltturmes aus Glas.
Nach dem Tod Borissows 1934 wurde das Landhaus als Gebäude der Fallschirmspringer-Schule, dann als das Gebäude des Kindersanatoriums «Jewda» benutzt. 2001 wurde das Haus zu einem Museum seines Erbauers. |
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 |  | KIRCHENKOMPLEX DES XIX. Jh AN DER JEWDA
Der Kirchenkomplex steht auf einem höher gelgenen Flussufer des Flusses Jewda und besteht aus zwei Kirchen – der Wosnesensky (erbaut 1823 - 1827) und der Uspensky (erbaut 1855 - 1859). Dieses architektonische Ensemble ist aufs engste mit dem Namen Samson Sukhanows verbunden, welcher in die Geschichte der russischen Architektur als ein begnadeter Steinmetz und Bildhauer eingegangen ist. Die Wosnesensky Kirche ist nach dem Vorbild der Kirchen des Klassizismus mit einem kreuzförmigen Grundriss entworfen worden. Diese Art zu bauen ist im Russischen Norden einzigartig. In der äußeren Gestaltung der Kirche sind Elemente der Steinbaukunst aus Weliky Ustjug des späten XVIII. Jahrhunderts benutzt worden. |
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 |  | SCHELOMJA
Auf Ihrer Reise durch den Bezirk Krasnoborsk ist ein Besuch in Schelomja, einer Siedlung am Fluss Jewda, 12 km von Krasnoborsk entfernt, sehr lohnenswert. Hier befindet sich der Kirchenkomplex des Nikolsky Friedhofes – eine Holzkirche (Baujahr 1780) und eine Backsteinkirche (Baujahr 1853). Schelomja ist ein malerischer und legendenumwobener Ort des Krasnoborsker Landes. Hier soll sich das Zeltlager von Jermak, des legendären Sibirien-Eroberers, gelegen haben, welcher nach dem Geheiß der berühmten adeligen Familie Stroganoff große Teile Sibiriens im Kampf gegen den Fürsten Kutschum eroberte. |
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 |  | PERMOGORJE
Auf dem linken Ufer der Nord-Dwina, nur 20 km von Krasnoborsk entfernt, liegt die uralte Siedlung Permogorje. Die erste Erwähnung der Siedlung in den historischen quellen wird mit 1379 datiert.
Permogorje ist die Heimat der einzigartigen Holzbemalung an der Nord-Dwina. Besonders schön sind die Spinnrocken aus Holz, welche mit floralen Ornamenten und den Szenen aus dem Bauernalltag verziert sind, z.B. mit Szenen des Heuschlages, der Aussaat etc.
Der Hauptblickfang der Siedlung ist das Kirchenensemble. Der Bau dieser Kirchen fand in der Zeit der Besiedlung der Ufern der Nord-Dwina im XVI. Jahrhundert statt. Das wertvollste von allen Kirchenbauten ist die Holzkirche des St. Georg (Baujahr 1665). Das schönste Gebäude des Kirchenensembles ist die Woskresensky Kirche mit dem Glockenturm und Refektorium (1748 - 1762).
Das Kirchenkomplex befindet sich an einer offenen Stelle, am hohen und steilen Ufer der Nord-Dwina, von dem sich eine atemberaubende Aussicht auf die unendliche Flussweite eröffnet. Die breite Aue, auf der die Kirchen stehen, wird von einer Seite durch den Fluss, von der anderen Seite durch die tiefen mit Fichten bewachsenen Schluchten eingegrenzt. |
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 |  | TSCHEREWKOWO
Im Jahre 1838, als dieser historische Friedhof seine endgültige Gestalt annahm, bestand dieser aus nach Bauart und Stil unterschiedlichen Gebäuden – der beheizbaren Uspensky Holzkirche mit Refektorium (1691), der Holzkirche St. Pauli (I. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts) und der aufwendig geschmückten Troitzky-Kirche aus Stein (1727 - 1765). Trotz aller Unterschiede in der Gestalt und Bauform sowie Größe ergänzen diese Gebäude einander zu einem schönen offenen Ensemble. Der Hauptaugenmerk gilt dabei der Troitzky-Kirche, wessen hoher Glockenturm sogar von der 4 km entfernten Nord-Dwina sichtbar ist. Trotz des Verlustes des Glockenturmes von der Troitzky-Kirche bleibt diese das Zentrum des Dorfes, auch wenn die Gesamtgestalt des Kirchenkomplexes dadurch gelitten hatte. Die Häuser im Dorf sind aus Holz und Stein und wurden gegen Jahrhundertwende des XIX. – XX. Jahrhunderts erbaut. |
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 |  | ZIWOSERO – das Land des Eisenerzes
Ziwosero liegt 10 km von Krasnoborsk entfernt, am rechten Ufer der Nord-Dwina. Hier ist das einzigartige Architekturdenkmal erhalten geblieben – der Glockenturm der Gemeinde (1658). Der Glockenturm ist aus Holz gebaut und hat neun Pfosten und eine Zeltform. Er bildet mit der aus Stein gebauten und 40-45 m nordöstlich stehenden Petropawlowsky-Kirche (1856 - 1869) ein Ensemble.
Heute befinden sich auf dem Pogost zwei Architekturdenkmäler: der einzigartige in der Ausdruckskraft seiner Umrisse und der historischen Bedeutung Glockenturm mit einem Zeltdach und neun Stützsäulen. Das zweite Denkmal auf dem Pogost ist der 40 – 45 m nordöstlich von dem Glockenturm stehende Kirche der hl. Peter und Paul aus Stein. Sie wurde Ende des XVIII. – Anfang des XIX. Jahrhundert errichtet. Trotz der relativ großen Beschadigung sind diese Denkmäler der Architektur zweifelsohne von Interesse. |
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 |  | WERKHNAJA UFTJUGA
Uftjuga ist das Zentrum des dekorativen Kunsthandwerkes. Die Gegenstände, welche von den hiesigen Handwerkern stammen, sind im gesamten Russischen Norden bekannt.
Über Jahrhunderte hinweg wird das Dorf durch den Friedhof geschmückt, welcher auf einem hohen Hügel liegt, da wo der Dimitrowsky Bach in den Fluss mündet. Zwei wunderschöne Kirchen beherrschen den Friedhof – eine Holzkirche, welche im Sommer benutzt und deswegen nicht beheizt wurde, und eine sog. Winterkirche aus Stein, welche beheizt wurde. Die Sommerkirche aus Holz ist ein Schmuckstück nicht nur von Uftjuga, sondern auch des gesamten Bezirkes Krasnoborsk. Die Kirche ist auch im gesamtrussischen Kontext von großem Wert. Sie ist aus rundem Holz gebaut, hat Zeltform, wurde 1794 erbaut und dem hl. Dimitri Solunsky gewidmet.
Die Gesamthöhe der Kirche zusammen mit dem Kreuz beträgt 43 m, das ist 6 m mehr als der berühmte Preobraschensky Kathedrale in Kischi (Karelien). Mehr als die Hälfte der Höhe wird von dem Zeltdach eingenommen. Das einzigartige an diesem Zeltdach ist, dass es in seiner Gesamthöhe und –breite ohne Balken, Bundgesperren oder Dachgerippen nur aus Holzstämmen «zusammengehackt» worden ist. |
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