Startseite » Touristenrouten » Krasnoborsk » Geschichte
Die erste Erwähnung über das Land um Krasnoborsk wird mit der Zeit der Kolonisierung dieser Gegend durch die Slawen aus Nowgorod und von der Ladoga, Krivici und Wjatici aus Rostow und Susdal datiert. Diese Völker betrieben Ackerbau und Imkerei. Das Land mit reichen an Wild Wäldern und Flüssen, welches ursprünglich durch die finnisch-ugrischen Perm-Stämme besiedelt wurde, lockte neue Siedler mit den Pelzen der seltenen Tiere und dem teueren «Fischbein» an.
Seit dem XII. Jahrhundert rivalisierten die Fürstentümer Weliky Nowgorod und Wladimir-Susdal um die Macht über diese Gegend. Der Machtkampf dauerte bis ins späte XV. Jahrhundert hinein und endete mit der Eingliederung des Landes um Krasnoborsk ins Fürstentum Moskau. Seitdem fing die intensive Besiedlung der Gegend an, die Entwicklung des Ackerbaus, der Handwerke und des Handels mit Sibirien über die Berge des Ural.
Das Krasnoborsker Land ist Heimat einiger einzigartiger Arten der Bemalung von Holz aus Uftjuga, Permogorje und Rakulka. Diese Kunst nimmt im XVIII. Jahrhundert ihren Anfang. Die farbenfrohe Holzbemalung verwandelte einfache Gebrauchsgegenstände in Kunstwerke, welche über die geistige Kultur der russischen Menschen berichten.
Einmalige Werke der Holzarchitektur können viel Wissenswertes über den Alltag, Kunst, Kultur und die Bauart von Krasnoborsk erzählen. Besonders sehenswert sind der Glockenturm von Ziwosero (XVII. Jh.), die Kirche des St. Georg auf dem Permogorsky Friedhof (Baujahr 1665), die Kirche von hl Dimitri Solunsky im Dorf Werkhnaja Uftjuga (Baujahr 1784).
Schriftliche Zeugnisse über Krasny Bor (zu deutsch: der Rote Kiefernwald) werden mit dem XVII. Jahrhundert datiert. 1780 nach den Verwaltungsreformen Katharinas der Großen bekam Krasnoborsk den Status einer Gebietsstadt: Sie wurde zum Zentrum der bekannten Kirmes, welche einen so großen Warenumsatz hatte, welcher nur dem Warenumsatz der Kirmes in der Gouvernementsstadt Wologda nachstand.
Das Krasnoborsker Land gab Russland eine Vielzahl an begnadeten Wissenschaftlern, Künstlern und Staatsmännern. Wunderbare Beispiele der großen Landsleute sind der Steinmetz Samson Sukhanow, der am Bau von St. Petersburg teilnahm und solche architektonischen Wunder wie etwa die Kasan-Kathedrale, die Isaak-Kathedrale, die Rostra-Säulen, das Mikhailowsky-Schloss und vieles mehr mit erschuf. Aus dem Land um Krasnoborsk kommt auch der bekannte russische Maler und Polarforscher Alexander Borissow. Borissow war einer der ersten Maler überhaupt, welche die Arktis mit ihren Werken verewigt haben. Die Bilder Borissows sind in dem größten Museum der russischen Malerei des Landes – im Russischen Museum in St. Petersburg zu bewundern. Auch das Museum der Arktis und der Antarktis und das Kunstmuseum von Archangelsk beherbergen Werke von Borissow. Auch begabte Heimatforscher wie Pawel Saschikhin, Wassili Ponomarew, Sergej Tupizyn nannten Krasnoborsk ihre Heimat.
Leider erlaubt die sich noch im Aufbau befindende Infrastruktur für die Touristik-Branche es nicht, ständige Touristenströme in Krasnoborsk abzuwickeln. Jedoch gibt es hier genügend Kapazitäten, um Individualreisende zu empfangen und zu bedienen. Es steht außer Frage, dass ein Besuch in Krasnoborsk dem Gast einen sehr intimen Einblick in das Leben des russischen Nordens, in seine einzigartige Lebensweise und Kultur erlaubt und die nie gesehenen archaischen Landschaften bietet.
| |